(D)eine Diagnose Schizophrenie

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Nichts ist mehr, wie es war...

Die Diagnose Schizophrenie haut zunächst ziemlich rein. Es heißt, dass sie sehr lange und vorsichtig geprüft werden muß, bevor überhaupt diagnostiziert werden soll, dass eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis vorliegt. Meist ist es so, dass der Betroffene aufgrund von Auffälligkeiten in eine Klinik eingewiesen wird, oder sich bei einem Hausarzt vorstellt, der dann zu einem Psychiater überweist. Dieser wird dann prüfen, ob die Voraussetzungen für eine Schizophrenie vorliegen und daraufhin mit Medikamenten behandeln, damit die Botenstoffe im Gehirn wieder besser arbeiten können und der Patient wieder "normal" funktioniert, was das auch immer sei. Jede Psychose ist anders und sehr subjektiv, weil der Grad an "Verrücktheit" ja auch durch die Menschen mitbestimmt wird, denen die Psychose auffällt.

Medikamente - und sonst...?

Wenn nicht gerade ein aktueller psychotischer Schub vorliegt, kann man mit einer Schizophrenie ganz gut umgehen. Die Medikamente sollen bewirken, dass sich keine neue Psychose entwickelt und meist wird nebenher Psychotherapie empfohlen, auf die man allerdings bis zu mehreren Monaten (6-8) Wartezeit vertröstet wird. In der Zwischenzeit können wir neben der medikamentösen Behandlung durch einen Psychiater miteinander therapeutisch arbeiten, wenn du bereit bist, selber dafür zu bezahlen, weil ich nicht mit Krankenkassen abrechne. Mein Ansatz ist, dass die Schizophrenie vor der Diagnose gelebt wurde und nun, da sie diagnostiziert wurde nicht mehr in gleicher Form weitergelebt werden muß. Das Leben vorher wird einige schizophrene Züge gehabt haben, was nicht bedeutet, dass es so bleiben muß.

Schizophrenie mal anders gesehen...

Es kann schon zum Heilungsprozeß gehören, nicht die übliche Reaktion auf die Diagnose zu zeigen, sondern an die Selbstheilungskräfte im Körper zu glauben. Wenn der Ausbruch der Krankheit nicht der Beginn, sondern das Finale der Krankheitsepisode war, dann kann man relativ beruhigt damit umgehen, sich über die Ursachen des Ausbruchs Gedanken machen und dann daran arbeiten um der Erkrankung die Grundlage zu entziehen. Im Normalfall wird eine Schizophrenie als "endogene" Psychose bezeichnet, wobei endogen "von innen" bedeutet und mehr wissen Ärzte oft auch nicht zu sagen, woher denn diese Erkrankung kommt. Was genau zum Ausbruch geführt haben kann ist unklar, und eine Liste mit Frühwarnzeichen soll dazu beitragen, sich beim nächsten Schub schneller in die Hände eines Arztes oder gleich in die Klinik zu begeben.

Problematisch ist nur, dass der Betroffene die Frühwarnzeichen oft nicht als solche erkennt und wieder darauf angewiesen ist, dass andere ihn einschätzen, was gehörig schief gehen kann. Es kann sinnvoll sein, mit den Menschen des direkten Umfeldes zu verabreden, wie sie sich verhalten sollen, wenn es konkret wird.

In der Klinik...

In der Klinik wird dann die Medikation angepasst und der Patient wird durch allerlei Therapien darauf vorbereitet, wieder stabiler zu werden. Wenn ihm das nichts bringt, ist er "verloren". Es gibt einmal pro Woche eine halbe Stunde ein Therapiegespräch und eine Gruppe, in der man Fragen stellen kann, die dann vielleicht beantwortet werden. Das ist neben der Ergotherapie meistens alles - alles was der Kunstunterricht der Schulausbildung zu bieten hat, wird angeboten allerdings ohne therapeutische Betrachtung der Ergebnisse, was meiner Meinung nach völlig nutzlos ist und den Touch von Beschäftigungstherapie hat.

 

Ein  anderer Ansatz als in der Klinik ist meine Gesprächstherapie, um die Fragen, die rund um das Thema Psychose aufgelaufen sind, abzuarbeiten. Wir können also bis du deinen Therapieplatz hast miteinander arbeiten, oder auch darüber hinaus. Es ist auch schon vorgekommen, dass eine Therapie nicht angetreten wurde, weil der Klient schon um Längen weiter war, das bleibt abzuwarten und im Einzelfall zu klären, was der beste Weg ist. Ich möchte betonen, dass ich nicht gegen die übliche Behandlung bin, und alles was dem Patienten dient, unterstützen werde. Ich halte zum Beispiel nichts davon, Medikamente im Alleingang abzusetzen und würde davon dringend abraten. Sich allerdings über Medikamente und deren Nutzen zu unterhalten, halte ich für sinnvoll.

Großer Bedarf: Arbeit mit Angehörigen...

Sehr gern arbeite ich auch mit den Angehörigen von Betroffenen zusammen. Bei ihnen ist der Beratungsbedarf oft sehr hoch und guter Rat teuer. Meist sind sie wärend einer Psychose oder kurz davor die einzigen, die erste Veränderungen wahrnehmen und auf deren Handeln es ankommt. Meist quellen sie über vor Fragen und haben selten Gelegenheit diese beantwortet zu bekommen. Ich habe in diesem Bereich gute Erfahrungen gesammelt und kann dir weiterhelfen, wenn es für dich von Bedarf ist. Wenn du Angehöriger bist, melde dich gerne bei mir.

 

Zusätzlich weise ich hier noch darauf hin, daß ich keine Schizophrenie oder Psychosen behandeln oder diagnostizieren kann, weil ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie nur therapeutisch und zusätzlich als Unterstützung arbeiten darf.

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